Seit März beurteilt Google alle Webseiten ausschließlich nach dem Mobile First Index. Nur, wer Besuchern eine schnelle und funktionierende mobile Darstellung anbietet, hat Chancen auf ein gutes Google-Ranking. Erfahren Sie hier, was das Update für Ihre Webseite bedeutet und mit welchen Last-Minute-Tipps Sie die Sichtbarkeit Ihres Onlineauftritts sichern.  

Eine moderne Welt ohne Google als Problemlöser für die kleinen und großen Fragen des Lebens? Unvorstellbar! Etwa 92 Prozent aller Internetnutzer verwenden Google als favorisierte Suchmaschine – mobil sind es sogar 96 Prozent – und stellen dabei pro Sekunde 56.000 Suchanfragen. Google hat eine unglaubliche Marktmacht, eine Änderung im Such-Algorithmus führt bei so manchem Online-Business zu unerwarteten Konsequenzen – sowohl positiv als auch negativ. 

Und aufgepasst: Genau solch eine Änderung mit ungewissen Folgen findet in diesem März statt, wenn Google seine Crawler vollständig auf den Mobile First Index umstellt. Die Suchmaschine sortiert die Ergebnisse dann nur noch basierend auf der Smartphone-Handhabung.  

Anteil der mobilen Internetnutzer in DE_Artikelbild

Im europäischen Vergleich der mobilen Internetnutzung hinkt Deutschland zwar noch etwas hinterher, aber dennoch steigt der Anteil der mobilen Internetnutzer von Jahr zu Jahr an. Das Mobile First Update von Google verwundert daher nur wenige Experten. Quelle: Statista 2020

Crawler, indexieren, robots.txt: Google-Fachbegriffe einfach erklärt

Um die Bedeutung von Googles Mobile First Update besser zu verstehen, haben wir ein überschaubares Glossar mit den wichtigsten Begriffen zusammengestellt:  

Crawler 

Ein Crawler ist das zentrale Instrument einer Suchmaschine wie Google, um Webseiten im Internet zu finden, zu bewerten und letztendlich in den Suchergebnissen darzustellen. Die Recherche der Crawler läuft automatisiert ab – basierend auf festgelegten Arbeitsschritten und Algorithmen. Nur, wenn ein Crawler die Webseite lesen und einschätzen kann, erscheint sie im Ranking. Seit dem Mobile First Update von Google erfolgt diese „Einschätzung“ nicht mehr anhand der Desktop-Ansicht, sondern ausschließlich anhand der mobilen Darstellung.  

Der Google Index 

Der Index ist für Google das Nachlagewerk aller bereits gecrawlten und somit bekannten Webseiten. Alle Suchergebnisse, die Nutzer in der Trefferliste sehen, sind von Google indexiert. Im Gegensatz zu einem klassischen Nachschlagewerk ist der Google Index sehr dynamisch und ändert sich ständig – so, wie das Internet eben auch.  

Tipp: Haben Sie eine neue Webseite veröffentlicht und möchten nicht warten, bis der Google Crawler auf Sie stößt? Dann nutzen Sie die Webmaster Tools von Google, mit denen Sie neue Seiten auch eigenständig indexieren oder bestehende Seiten bei Google neu indexieren können.  

robots.txt 

Mit der Textdatei robots.txt hinterlegen Webseite-Programmierer, welche Verzeichnisse, Seitenbereiche und Inhalte Suchmaschinen-Crawler durchsuchen. Falls manche Webseiten nicht öffentlich auffindbar sein sollen, können Betreiber diese Anweisung in der Datei hinterlegen. Pro Domain kann es nur eine robots.txt geben. Die Datei sollte im Hauptverzeichnis der Domain gespeichert werden (www.ihredomain.de/robots.txt).  

Mobile first 

Webdesigner sprechen von einer „mobile first“-Strategie, wenn sie für das Design einer neuen Seite erst die mobile Ansicht und danach die Desktop-Version konzipieren. Da Nutzer immer häufiger mit dem Smartphone im Internet sind und auch Google den Trend erkennt, sollten Webseite-Betreiber neue Inhalte konsequent für eine schöne mobile Darstellung planen. 

Responsives Design 

Damit Webseiten nicht nur auf die Maße gängiger Smartphones und Desktop-PCs optimiert sind, nutzen Programmierer ein responsives Design. Dieses „antwortet“ auf die Eigenschaften des Endgeräts und passt die Darstellung automatisch an. Ein responsives Design sollte gleich bei der Inhaltserstellung und Programmierung mitgedacht werden, um den Besuchern von Anfang an eine nutzerfreundliche Webseite zu präsentieren. 

6 Tippswie Sie schnell auf den mobilen Google Index reagieren 

Nach einer mehrmonatigen Schonfrist gab Google Webseitenbetreibern nochmals etwas Zeit, um die eigene Homepage bis März 2021 umzurüsten. Doch nach dem Mobile First Update bewertet und indexiert die Suchmaschine die Seitenqualität nun ausschließlich anhand der mobilen Version. Wer den Umstieg in das Zeitalter der Smartphones verschlafen hat, sollte nun schleunigst handeln. Wie Sie Ihren Webauftritt jetzt anpassen, um noch schnell gravierende Folgen für die Auffindbarkeit Ihrer Inhalte abzuwenden, lesen Sie hier: 

1. Gleiche Inhalte für die mobile Web-Ansicht 

Gute Intention mit negativen Folgen: Um Smartphone-Nutzern eine übersichtlichere und reduziertere Webseite anzubieten, entschieden sich viele Seitenbetreiber in der Vergangenheit dazu, Textabsätze und Bilder zu verstecken oder gar zu löschen. Google straft dies künftig ab und rät dazu, dass Seiteninhalte für alle Endgeräte einheitlich sind – auch in den Meta-Daten und in der robots.txt. 

2. Responsives Design statt eigener mobiler Seiten

Google weist bereits seit Jahren daraufhin, dass der Such-Algorithmus ein responsives Webdesign positiv bewertet. Ein responsives Design vermittelt Google, dass eine Webseite für alle Nutzeransprüche gewappnet ist und eine gute Nutzererfahrung priorisiert.  

3. Grafikdateien optimieren, um Ladezeiten zu verringern 

Wer kennt es nicht: Man klickt auf ein Suchergebnis, um schnell eine Lösung für seine Frage zu finden – und die Seite öffnet sich quälend langsam. Auch Google ist sich dem Frust langer Ladezeiten bewusst und bestraft unnötig aufgeblähte Seiten mit einem schlechten Ranking. Häufig liegt das an zu großen Bild- und Grafikdateien, die nicht für das Web optimiert sind. Laden Sie Bilder deshalb nur als .jpg- und Grafiken nur als .png-Dateien hoch, die Sie zuvor komprimiert haben. 

4. Regelmäßiger Schnelligkeits-Check mit Google Tools 

Google selbst bietet Seitenbetreibern gleich mehrere Web-Tools, um die Ladezeit zu prüfen und zu optimieren. Den schnellsten Einblick bekommen Sie mit den Google Page Speed Insights, die Sie kostenlos und ohne eigenen Google-Account nutzen können. Für tiefergehende Analysen empfiehlt sich der Google-Service Test my Site.  

5. Seitenfehler mit der Google Search Console untersuchen  

Wie gut Ihr Webauftritt für die mobile Nutzung optimiert ist, können Sie in der Google Search Console erfahren. Mit diesem kostenlosen Dienst von Google lässt sich besser nachvollziehen, welche Seiten gecrawlt werden. Darüber hinaus listet Google hier auf, falls eine Seite fehlerhaft ist oder Inhalte falsch dargestellt werden. 

6. Mehr Zeit in Monitoring und Reporting der Webseite investieren 

Vor allem in der Umstellungsphase auf den neuen Mobile First Index ist es wichtig, dass Sie die Performance Ihrer Homepage genaustens beobachten, um schnell handeln zu können. Versuchen Sie diesen Prozess so regelmäßig wie möglich durchzuführen und nutzen Sie – falls möglich – automatisierte Reporting-Funktionen, die Ihnen die Ergebnisse direkt per E-Mail zur Verfügung stellen.  

Kompetente Ansprechpartner für die Herausforderungen der Digitalisierung

Das neue Mobile First Update von Google verdeutlicht abermals, dass Unternehmen in einer digitalen Umgebung oftmals flexibel und schnell handeln müssen. Umso entscheidender ist es für die eigene Digitalisierung, dass Sie einen Sparringspartner an Ihrer Seite haben, der Sie auf die neuesten Trends vorbereitet und mit individuellen Lösungen unterstützt – nicht nur im Marketing, sondern auch in der Produktion oder im Einkauf. Vertrauen Sie auf die kompetente Software von lexbizz und kontaktieren Sie uns noch heute für eine kostenlose Produkt-Demo.  

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